Beste Bedingungen für die künftige Quantenforschung: Spatenstich für neues Quanten-Forschungsgebäude von IFW Dresden und TU Dresden gesetzt
Überblick
Am Mittwoch, dem 2. April 2025, gaben Prof. Bernd Büchner, Wissenschaftlicher Direktor am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden e. V. (IFW Dresden), Juliane Schmidt, Kaufmännische Direktorin des IFW Dresden sowie Jan Gerken, Kanzler der Technischen Universität Dresden (TUD) und Prof. Alexey Chernikov, Forscher am Exzellenzcluster ct.qmat - Complexity and Topology in Quantum Matter (ct.qmat) der TUD und der Universität Würzburg, mit einem Spatenstich den Startschuss für den Neubau eines gemeinsamen Forschungsgebäudes für die Quantenforschung. Das Gebäude mit Labor- und Büroeinheiten entsteht an der Nöthnitzer Straße, Ecke Helmholtzstraße. Der Spatenstich fand im Beisein von Staatssekretärin Prof. Heike Graßmann (SMWK), dem Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert sowie Falk Reinhardt, Technischer Geschäftsführer im Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) statt. Der Bau soll bis 2029 abgeschlossen sein. Die vom Freistaat Sachsen und dem Bund getragenen Baukosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro.
Juliane Schmidt, Kaufmännische Direktorin des IFW Dresden:
„Der heutige Spatenstich markiert den Beginn eines zukunftsweisenden Bauvorhabens, das nur durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, der TU Dresden sowie unserem engagierten Projektteam möglich ist. Gemeinsam schaffen wir ein modernes, funktionales und attraktives Arbeitsumfeld, das unseren Forschenden beste Bedingungen für ihre wissenschaftliche Arbeit bieten wird. Allen Beteiligten danke ich schon jetzt für das Vertrauen und die Unterstützung.“
Jan Gerken, Kanzler der TUD:
„Mit diesem gemeinsamen Forschungszentrum setzen das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und die TUD ein sichtbares Zeichen für die Stärke des Spitzenforschungsstandortes Dresden und insbesondere die herausragende Qualität der Quantenforschung in Sachsen. Gleichzeitig verdeutlicht dieses Vorhaben, wie wir gemeinsam vielversprechende neue Baumodelle entwickeln. So wird durch die Rolle des IFW Dresden als Bauherrenvertreter des Freistaates ein innovativer Weg zur baulichen Realisierung dieses Forschungsneubaus beschritten. Im engen Schulterschluss zwischen der TUD und unseren Partnern im Freistaat Sachsen, der Stadt Dresden sowie im Rahmen des DRESDEN-concept Science and Innovation Campus entwickeln wir heute die exzellente Forschungsinfrastruktur von morgen.“
Matthias Vojta, Professor für Theoretische Festkörperphysik an der TU Dresden und Dresdner Sprecher des Exzellenzclusters ct.qmat:
„Die Spitzenforschung von ct.qmat lebt in Dresden von der fruchtbaren Verbindung zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Wir freuen uns sehr, dass die Zusammenarbeit mit dem IFW durch das neue Forschungsgebäude noch enger wird. Hier werden unsere neu berufenen Professorinnen und Professoren Quantenphänomene erforschen und Materialien herstellen, die für Zukunftstechnologien entscheidend sein können. Auch im Treppenhaus oder der Kaffeepause entstehen Ideen, die unsere Forschung wesentlich voranbringen.“
Gemeinsames Forschungszentrum für gelebten Forschungsaustausch
Das neue gemeinsame Gebäude mit Labor- und Büroeinheiten wird in erster Linie als Zentrum für Quantenmaterialien und der Erforschung neuer Halbleitertechnologien dienen. Unter einem Dach vereint es damit das Exzellenzcluster „Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien“ (ct.qmat) der TUD sowie das IFW Dresden. Durch gemeinschaftliche Labore, Kommunikationsflächen und kurze Wege soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Institutionen an gemeinsamen Themen zukünftig noch enger verknüpft werden. Der Verbundneubau soll damit zu einem Ort internationaler Spitzenforschung für Quantenmaterialien werden.
Im neuen Laborkomplex sind 5.100 Quadratmeter als Nutzfläche für Labore und Büros sowie mehr als 3.000 Quadratmeter Technik- und Verkehrsflächen vorgesehen. Etwa 150 Mitarbeitende sollen hier ihren neuen Arbeitsplatz finden. An das Hauptgebäude angeschlossen ist ein gemeinschaftlicher Wirtschaftshof mit Versorgungsanlagen geplant.
Das moderne Forschungsgebäude wurde vom Objektplanungsbüro AWB Architekten GmbH entworfen. Der Entwurf zeichnet sich durch ein nachhaltiges und flächeneffizientes Gesamtkonzept in der dynamischen Forschungslandschaft am Campus Süd aus. Im Süden grenzt das Baufeld an der Nöthnitzer Straße an den sogenannten Südpark – jenes Areal, das ab 2033 als Gelände der Bundesgartenschau von der Landeshauptstadt Dresden entwickelt wird.
Im kommenden Herbst soll die Grundsteinlegung des Neubaus stattfinden. Die endgültige Fertigstellung ist derzeit für Mitte des Jahres 2029 vorgesehen.
Daten & Fakten
02.04.2025
Foto
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